Schwangerschaft 25. bis 28. Woche (7. Monat)
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Fetoskopie des Fußes, 25. SSW Quelle: swissmom.ch |
25. Schwangerschaftswoche (SSW 25)
Ihr Baby kann schon riechen, schmecken (bitter, süß und sauer - wobei es Süßes eindeutig bevorzugt) und sehen. Es empfindet Druck, Schmerz und Kälte. Es reagiert mit schnellem Pulsschlag und heftigen Bewegungen auf starke Reize aus der Außenwelt. Es kann auch gut hören und könnte schon Ihre Stimme wiedererkennen. Ihr Ungeborenes legt ab jetzt Fettdepots unter der Haut an. Dadurch verschwinden die kleinen Falten und Runzeln und seine Haut wird glatt und prall.
Das Gewicht des Babys beträgt ca. 800 g, der Kopfdurchmesser ca. 61 bis 72 mm.
Stillen wird das Beste sein
Auch für das Stillen gilt: Je mehr Sie darüber wissen und je besser Sie vorbereitet sind, umso wengier unsicher sind Sie und umso besser wird das Stillen funktionieren. Auch Frauen mit sehr kleiner Brust können erfolgreich stillen. Selbst Flach- oder Hohlwarzen sollten mit der richtigen Anleitung und Tricks oder Hilfsmitteln kein Hinderungsgrund sein, Ihr Kind zu stillen.
Entspannen Sie sich
Ein warmes Vollbad kann herrlich entspannend sein und ist auch in der Schwangerschaft durchaus erlaubt. Baden Sie nur nicht ganz so heiß und niemals, wenn Sie alleine zu Hause sind. Zu leicht könnten Sie Kreislaufprobleme bekommen, und dann ist es gut, wenn Ihnen jemand helfen kann.
Wenn Sie gerne in die Sauna gehen, dürfen Sie das ruhig auch weiterhin tun, wenn auch besser in die etwas mildere Biosauna.
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Ultraschallbild der Hand, 26. SSW Quelle: swissmom.ch |
26. Schwangerschaftswoche (SSW 26)
Ihr Baby wird größer und hat immer weniger Fruchtwasserpolster um sich herum. Die Bewegungsmöglichkeiten werden mehr und mehr eingeschränkt. Zu einer plötzlichen Verminderung der Kindsbewegungen darf es trotzallem nicht kommen. Da Sie inzwischen schon ein gutes Gefühl für Ihr Ungeborenes entwickelt haben, merken Sie sicher, wenn es auf einmal nicht mehr so regelmäßig herumturnt. Nachschauen lassen sollten Sie, wenn sich Ihr Baby länger als acht Stunden nicht mehr bewegt hat.
Ihr Kind schluckt weiter fleißig Fruchtwasser und scheidet es auch wieder über die Nieren und die Harnblase aus. Am Ende der Schwangerschaft werden das bis zu drei Liter am Tag sein. So trainiert es das Verdauungssystem und die Harnwege.
Der Kopfdurchmesser des Fetus wird jetzt im Durchschnitt mit 64 bis 75 mm angegeben, das Gewicht mit ca. 900 g.
Keine Ruhe in der Nacht?
Wenn Sie in der Nacht nur noch wenig Schlaf finden, dann ist dies völlig normal. Fast alle Schwangeren klagen im dritten Trimenon über Schlaflosigkeit. Erstens ist das Kind gerade zur Schlafenszeit recht aktiv. Zweitens ist ständig der Bauch im Weg, sodass man keine bequeme Schlafposition findet.
Desweiteren können Gedanken an die Zukunft, die Geburt und die neue Verantwortung unruhig machen. Vielleicht wird Ihnen ein Glas warmer Milch, beruhigende Kräutertees (Baldrian, Melisse, Hopfen), oder ein warmes Bad mit Melisse- oder Baldrianölzusatz oder Aromatherapie (Lavendel, Rosmarin, Geranien, Sandelholz) helfen.
Wichtig ist es, möglichst nicht mehr auf dem Rücken zu schlafen, denn je größer das Kind wird, umso mehr drückt es auf die große Hohlvene, die Vena cava, was den Rückstrom des Blutes zu Ihrem Herzen behindert. Schwindel, Herzrasen, Luftnot und Übelkeit sind die Folge und werden als „Vena-Cava-Syndrom“ bezeichnet. Passiert das im Schlaf, würden Sie gewiss davon aufwachen. Am besten ist im letzten Drittel der Schwangerschaft die linke Seitenlage.
27. Schwangerschaftswoche (SSW 27)
Die Proportionen Ihres Babys sind jetzt schon fast so wie bei einem Neugeborenes. Die Augen sind meistens geöffnet. Durch die Bauchdecken schimmert ein warmes rötliches Licht. In manchen Entbindungsräumen sind deshalb für einen sanften Übergang in das Leben die Wände rot gestrichen. Bringt man eine Lichtquelle direkt auf den Bauch, reagiert das Ungeborene auf die Helligkeitsänderung mit schnellerem Herzschlag und Strampeln.
Frühgeborene ab der 27. Schwangerschaftswoche haben eine recht gute Überlebenschance, müssen aber dennoch sicher eine Zeitlang intensiv betreut werden.
Die meisten Kinder liegen immer noch ab und zu mit dem Kopf nach oben und dem Steißbein nach unten. Wahrscheinlich merken Sie an den Kindsbewegungen, wo die Füßchen liegen. In den nächsten Wochen wird sich das allmählich ändern. Dann spüren Sie den festen Druck des Köpfchens auf Ihrer Harnblase und die Fußtritte gegen den Rippenbogen.
Der Kopfdurchmesser des Fetus wird etwa bei 66 bis 77 mm liegen, das Gewicht bei ca. 1000 g.
28. Schwangerschaftswoche (SSW 28)
Die Lungenreifung bei Ihrem Baby ist schon sehr weit fortgeschritten Es besteht eine reelle Chance, dass Ihr Baby mit ein wenig Unterstützung überleben könnte, wenn es jetzt schon geboren würde. Trotzdem wird man Ihnen bei vorzeitigen Wehen nicht nur wehenhemmende Mittel, sondern wahrscheinlich auch eine Cortisol-Spritze geben. Cortisol (oder Kortison) regt die fetale Lungenreifung noch weiter an und kann so ein Atemnotsyndrom nach der Geburt verhindern.
Da es in der Gebärmutter recht eng geworden ist, bleibt immer weniger Platz zum Turnen. Das Köpfchen liegt in vielen Fällen schon unten. Langsam verschwindet die dünne Schicht aus Lanugohaaren.
Der Kopfdurchmesser des Fetus ist ca. 70 bis 80 mm, das Gewicht ca. 1100 g.
Die Blutgruppe ist wichtig
Wenn Sie Rhesusfaktor-negativ und Ihr Partner Rhesus-positiv sind, besteht zwischen Ihnen eine Blutgruppenunverträglichkeit und Sie bekommen in dieser Woche eine Spritze mit Rhesus-Antiserum (Anti-D-Immunglobulin). Damit wird die Bildung von Antikörpern gegen Ihr möglicherweise Rhesus-positives Kind verhindert. Wenn sich bei der Geburt herausstellt, dass Ihr Baby wirklich Rhesus-positiv ist, wird ein zweites Mal gespritzt, um die bei der Geburt in den mütterlichen Kreislauf geratenen Zellen zu neutralisieren.
Die meisten Schwangeren haben in den letzten drei Monaten einen niedrigen Hämoglobinwert im Blut, sind also Anämie-gefährdet. Das zeigt, dass nun ihre Eisenvorräte im Körper aufgebraucht sind und Eisen in Tablettenform zugeführt werden muss, damit sich die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht verschlechtert.
Das dritte Trimenon
Das dritte Trimenon beginnt mit der 28. SSW und endet mit der Geburt. Dieses Trimenon ist für die Schwangere meist das beschwerlichste, denn die Organe im Bauchraum werden durch den wachsenden Platzbedarf des Kindes (und folglich der Gebärmutter) langsam eingeengt bzw. verdrängt. Darauf lassen sich typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung (Obstipation), Kurzatmigkeit (eingeengtes Zwerchfell) oder der vermehrte Harndrang trotz geringer Urinmenge (Pollakisurie) zurückführen.
Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt ein Lockern des Bandapparates, was auch die Wirbelsäule stärker belastet. Dies kann Rückenschmerzen auslösen.




