Fünf Tage die Woche stehen Sie morgens in der Küche und packen eine Pausenbrotbox für Ihren Nachwuchs zusammen. Halbwach fragen Sie sich: Was soll denn heute rein? Nachfolgende Tipps helfen Ihnen, die "Pausenbrotjahre" Ihrer Kinder besser durchzustehen.

 

Ein gesundes Pausenbrot enthält:

  • reichlich Obst, Rohkost und Blattsalat
  • dazu Milch oder ein Milchprodukt
  • ein gutes Brot bzw. andere Getreideprodukte und
  • ein energiefreies Getränk

Außerdem ist wichtig: Es soll schmecken und bequem zu essen sein. Denn eines haben Kinder in der Pause nämlich sicher nicht: Zeit!

 

Obst - Rohkost

Hier bietet sich alles an, was von Natur aus klein und fertig ist: Cocktailtomaten, Salatblätter, Minipaprika, Weintrauben, Mandarinen, Kapstachelbeeren (Physalis), Radieschen,... Aber auch Paprikaschnitze, Karotten- und Gurkensticks eignen sich, um etwas Frische in die Brotbox zu bringen.
Äpfel und Birnen können zu Hause schon geschnitzt werden. Aber es ist besser, die Schnitze noch schnell mit Zitronensaft einzureiben, damit sie nicht so schnell braun werden. Den Apfel klassisch in zwei Sternenteile zu schneiden und wieder zusammenzustecken ist ein beliebter Klassiker bei Kindern.

Achten Sie möglichst darauf, dass Sie saisonales Obst und Gemüse verwenden, da dieses mehr Nährstoffe enthält als Produkte, die schon eine weite Reise hinter sich haben oder seit langem gelagert werden.

Attraktiver mag das Grünzeug in der Pausenbox für Ihr Kind werden, wenn Sie Obst und Gemüse in eine witzige Form bringen. Nutzen Sie dazu die Ausstechförmchen, die man normal zur Weihnachtszeit verwendet.

 

Milch und Milchprodukte

Milch ist nicht aus der Mode an Schulen und Kindergärten. Dass sie dort eher selten angeboten wird, hängt meistens mit Verpackungs- und Logistikproblemen in den Einrichtungen zusammen. Also behelfen Sie sich am besten selbst und legen möglichst ein Milchpäckchen mit "normaler" Milch. Bei Milchpäckchen mit Kakao-, Vanille- oder Erdbeermilch ist Zucker zugesetzt, was den Kaloriengehalt erhöht und den Zähnen schadet. Wenn Sie abgepackte Milchprodukte in die Brotbox geben, weil ihr Kind "normale" Milch nicht mag, ist folgendes wichtig: Wählen Sie nur Milchprodukte aus, deren Fett- und Zuckergehalte im unteren Drittel des gängigen Marktangebotes liegen. Denn diese Gehalte variieren bei unterschiedlichen Produkten von 1,5-14% pro 100 g beim Fett und von 11-14% pro 100 g beim Zucker.

Eine Möglichkeit dem Pausenbrot Milchprodukte hinzuzufügen ist natürlich auch ein Käsebrot oder ein Joghurt. Hier empfiehlt sich ungesüßter oder leicht gesüßter Naturjogurt. Vorsicht ist geboten bei fertigen Fruchtjoghurts oder „Kinderjoghurts“, diese haben meistens übermäßig hohe Zuckergehalte.

 

Brot und Getreideprodukte

Ihr Kind mag nichts außer Toastbrot, Weißbrot und Brötchen? Geben Sie nicht auf, in Deutschland gibt es circa 300 Brotsorten - sollten darunter nicht doch welche zu finden sein, die Ihr Kind neben Weißbrot und Brötchen sonst noch isst? Auch hier gilt, dass sich Ihr Kind Ihr Verhalten abschaut. Wenn Sie selbst nur Weißbrot essen (und über Vollkornbrot schimpfen), wird Ihr Kind kaum zum Vollkornbrot-Fan werden.

Nutzen Sie am besten auch die breite Palette an anderen Getreideprodukten wie Reiswaffeln, Knäckebrot, Vollkornkeksen oder Müsliriegeln mit geringem Gehalt an zugesetztem Zucker. Auch Bananen stellen eine Kohlenhydratquelle dar. Braune, zerquetschte Bananen lassen sich verhindern, wenn Sie eine spezielle Dose verwenden und nicht zu reife Bananen kaufen (diese etwas unreiferen Bananen enthalten übrigens auch weniger Zucker). Eine Alternative im Herbst stellen die Kürbismuffins dar, die sie in unserer Rezeptecke finden.

 

Nüsse

Nüsse sind zwar fettreich, enthalten aber wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Vor allem die in Walnüssen enthaltenen Fette gehören zu den gesunden omega-3-Fettsäuren und gute „Gehirnnahrung“. Mandeln hingegen sind eine gute Protein- und Calciumquelle und enthalten vergleichsweise viel Vitamin E.

 

Energiefreies /-armes Getränk

Hier haben Sie die Wahl zwischen Wasser und ungesüßtem Tee. Nicht immer ist das der Renner für die Kinder: Ein Kompromiss wäre eine Schorle mit 1/3 Fruchtsaft und 2/3 Wasser oder Tee.

 

Übrigens...

Das Ansehen der Brotbox steigt erheblich, wenn nicht immer das Gleiche drin ist. Abwechslung ist das A & O, nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel. Senden Sie mit der Brotbox ab und zu eine nette Botschaft von zu Hause: Haben Sie schon mal eine nette Durchhalte-Nachricht in der Brotdose versteckt oder ein witziges Gesicht auf die Verpackung des Brotes gemalt? Wenn Sie jetzt meinen, dazu hätten Sie keine Zeit: Sie und ihr Kind sparen sich Zeit! Denn Sie müssen Ihr Kind nicht jeden Morgen ermahnen, ein langweiliges Pausenbrot zu essen oder ihm zwei Euro mitgeben, damit es die halbe Pause am Pausenkiosk ansteht.