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Schwangerschaft 33. bis 36. Woche (9. Monat)


Schwangerschaft in der 33. bis 36. Woche (9. Monat)

33. Schwangerschaftswoche (SSW 33)

Zu den schon bekannten Vorwehen kommen jetzt die Senkwehen, die in der nächsten Zeit dafür sorgen, dass Ihr Baby sich mit seinem Köpfchen fest in den Knochen des kleinen Beckens einstellt.  Wenn Ihr Baby sich bis jetzt noch nicht gedreht hat und der Kopf noch oben liegt, befindet es sich in der Beckenendlage (Steisslage), seltener in einer Schräg- oder Querlage. Zehn Prozent der Kinder liegen jetzt noch so und haben damit medizinisch gesehen eine ungünstige Geburtslage. Es ist geburtsmechanisch besser, wenn der größte und härteste Teil des Kindes (das Köpfchen) vorausgeht. Zwar kann es immer noch sein, dass Ihr Baby sich von alleine dreht.

 

Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin wird eventuell auch versuchen, Ihr Kind mit einer sogenannten "äußeren Wendung" zu drehen. Ihr Baby bis zur 38. Woche nicht mehr in die Schädellage bringen, wird Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin mit Ihnen erörtern, ob ein geplanter Kaiserschnitt sinnvoll ist. Der Kopfdurchmesser beträt jetzt schon 80 bis 93 mm, das Gewicht liegt bei ca. 2000 g.

34. Schwangerschaftswoche (SSW 34)

Der Calcium-Spiegel im Blut Ihres Kindes ist inzwischen höher als Ihr eigener, denn die Plazenta holt aus Ihrem Blut alle Reserven für die Knochenentwicklung heraus. Sie sollten nun soviel Kalzium wie möglich aufnehmen, also viel Milch trinken und viele Milchprodukte, wie Joghurt, Quark und Käse essen. Als Nahrungsergänzung sind auch Kalzium-Brausetabletten geeignet. Bei einem Kalziummangel kommt es zu Muskelschwäche, Skelettschmerzen, Kribbeln, Zahnfleischentzündungen, Haarausfall und es besteht ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie.

Ihr Kind wiegt jetzt schon etwa 2200 g, sein Kopfdurchmesser beträgt ca. 82 bis 95 mm.

 

Gut vorbereitet

Die letzten Vorbereitungen sollten inzwischen getroffen, der Klinikkoffer gepackt sein, denn es kann ja sein, dass Ihr Baby jetzt ungeduldig wird und das Signal zur Geburt gibt.

Jeden Tag rückt die Geburt etwas näher. Bei jeder zehnten Schwangeren platzt die Fruchtblase, bevor die Wehen einsetzen. Dieser sogenannte vorzeitige Blasensprung ist ein nicht zu unterschätzendes Infektionsrisiko. Deshalb wird normalerweise innerhalb von 24 Stunden die Geburt eingeleitet, sollten die Wehen nicht spontan beginnen. Da die Fruchtblase schon recht stark auf die Harnblase drückt, kann es sein, dass Sie manchmal unwillkürlich etwas Urin verlieren. Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin kann schnell feststellen, ob es sich um Urin oder Fruchtwasser handelt und Ihnen auch Teststäbchen für daheim mitgeben.

 

 

 

35. Schwangerschaftswoche (SSW 35)

Senkwehen, die jetzt häufiger auftreten haben den Vorteil, dass Sie wieder besser Luft bekommen und auch das Sodbrennen lässt etwas nach. Bei Schwangeren, die schon Kinder geboren haben, senkt sich die Gebärmutter jedoch oft erst kurz vor der Geburt. Übelkeit kann jetzt gegen Ende der Schwangerschaft auf einmal wieder zum Problem werden. Kleine, aber häufigere Mahlzeiten sollten helfen. Ihr Bauchnabel wölbt sich mehr oder weniger vor. 

Das zusätzliche Gewicht, das Sie mit sich herumtragen, erschöpft Sie schnell. Lassen Sie sich mehr Zeit. Müdigkeit ist aber auch oft ein Zeichen für Blutarmut (Anämie). Stellen Sie also sicher, dass Sie genug Eisen aufnehmen, und sprechen Sie mit Ihrer betreuenden Hebamme oder Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin darüber, ob Sie noch zusätzlich ein Eisenpräparat einnehmen sollten.

Längere Autofahrten werden jetzt sehr beschwerlich. Im Sitzen ist die Durchblutung des Beckens deutlich vermindert. Den unteren Sicherheitsgurt sollten Sie über die Hüftknochen (d. h. unterhalb des Bauches) anlegen. Manche Fachleute raten sogar dazu, ein Kissen zwischen unterem Gurt und Hüften zu befestigen. Der obere Gurt sollte oberhalb des Bauches verlaufen, sonst könnte Ihr Baby bei einem Aufprall verletzt werden.

Ihr Baby nimmt weiter zu und wiegt in etwa 2400 g, der Kopfdurchmesser liegt zwischen 84 und 97 mm.

 

 

 

36. Schwangerschaftswoche (SSW 36)

Drei Hinweise sprechen für einen baldigen Geburtsbeginn:

  • der Abgang des (eventuell blutigen) Schleimpfropfs, weil der Muttermund sich etwas geweitet hat,
  • das Platzen der Fruchtblase mit mehr oder weniger starkem Auslaufen von Fruchtwasser und
  • die echten Geburtswehen. 

 

Sollten Sie irgendwelche Zweifel haben, können Sie immer noch Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Hebamme anrufen oder einfach in die Klinik fahren.

Bis heute ist nicht ganz klar, wie der Geburtsbeginn gesteuert wird. Sicher ist aber das Ungeborene selbst daran beteiligt, indem seine Lunge einen Stoff produziert, der ein Signal an die Gebärmutter abgibt. 

 

Denken Sie an die Beckenbodengymnastik

Spezielle Dehnungsübungen im Beckenbereich helfen ebenfalls. Wann immer Sie normalerweise sitzen, also zum Beispiel beim Telefonieren, Fernsehen, Lesen, sollten Sie nun in die Hocke gehen. Dadurch wird die Beckeninnenseite und das Gewebe um die Scheide gelockert und elastischer. Nach langsamer Steigerung können Sie täglich bis zu fünf Minuten in dieser Stellung bleiben, allerdings nur, solange es für Sie nicht unbequem ist.

 

Hebammen empfehlen darüber hinaus die Damm-Massage in den letzten Wochen vor der Geburt. Auch wenn nicht erwiesen ist, dass damit ein Dammschnitt verhindert werden kann, wird die Wahrscheinlichkeit für einen tiefen Dammriss doch deutlich reduziert.

 

Noch immer legt Ihr Kind noch kräftig an Gewicht zu, momentan dürfte es bei: 2650 g liegen, bei einem Kopfdurchmesser von ca. 86 bis 99 mm. Ein halbes Pfund pro Woche mehr ist jetzt durchaus möglich!

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