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Motorische Entwicklung

Sein Gleichgewicht wird in Bauchlage immer sicherer. Es kann sich gut aufrichten und auf dem Bauch liegend spielen. Natürlich ist diese Haltung noch sehr anstrengend. Beim Schmusen oder in der Sitzstellung hält es gerne den Kopf hoch. Dabei bleibt das Kind im Gleichgewicht, stützt sich auf seinen Unterarmen ab und wackelt nicht, wie noch in den Wochen zuvor. Ihr Baby beginnt, sich mit dem einen Arm abzustützen, um mit der anderen Hand nach einem Gegenstand zu greifen. In Rückenlage greift es gezielt mit einer Hand nach einem Spielzeug, um es dann gleich zum Mund zu führen.

 

Manche Babies können sich jetzt schon vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt drehen. Wenn das zum ersten Mal gelingt, sind sie selbst ganz erschrocken! Fördern Sie weitere Rollübungen, indem Sie ein Lieblingsspielzeug seitlich von ihm hinlegen. Mit seinen Händen kann es gezielt nach Objekten greifen, auch wenn es beim ersten Mal oft noch daneben geht. Hat es das Objekt gefasst, schaut es dieses kurz an und versucht dann, es in seinen Mund zu stecken. Dabei läuft oft Speichel aus dem Mündchen. "Sabbern" kann ein Zeichen dafür sein, dass die ersten Zähnchen durchbrechen - im Durchschnitt aber passiert das erst nach dem sechsten Monat.

 

Sensorische und psychische Entwicklung

Ihr Kind wird immer aktiver. Die Ausdrucksmöglichkeiten werden körperlich, stimmlich und auch mimisch immer vielfältiger. Es lacht laut, jauchzt und bewegt dazu Arme und Beine. Auch sein Spiegelbild lacht es an - obwohl es sich darin noch nicht erkennen kann.

Farbabstufungen können erkannt werden, wobei sich die Augen immer auf kräftige Farben konzentrieren. Manche Kinder "fremdeln" sogar schon ein wenig, sie reagieren auf Unvertrautes mit Weinen.

 

Sie können Ihrem Baby ganz gewöhnliche Dinge zum "Spielen" geben, z. B. eine saubere Stoffwindel. Ein paar Minuten wird es sich damit allein beschäftigen können, indem es das Objekt genau untersucht, es betastet, befühlet, in den Mund stecken will.

Manchmal spielt es einfach mit seinen Fingern und Zehen. Geben Sie ihm ab und zu Gegenstände, die Geräusche machen, z. B. eine Babyrassel. Ein Activity-Center ist ebenfalls ein sehr gutes Spielzeug in dieser Phase. Aber achten Sie darauf, dass Alltagsgegenstände wie Küchenutensilien sauber und ungefährlich sind: Das Baby darf sich damit nicht verletzen oder gar Teile herunterschlucken können.

 

 

Schon verstanden?

Forscher sind der Meinung, dass ein Baby im Alter von vier Monaten schon alle Basis-Laute seiner Muttersprache versteht. Zwischen vier und sechs Monaten entwickeln die meisten Babys die Fähigkeit, Einsilben-Wörter von sich zu geben, wie "ma", "pa" und "da". Zunächst verbindet es damit aber noch nicht einen Elternteil. Viele Babys können sich auch schon "unterhalten". Wenn man ihnen einen Laut vorspricht, versuchen sie ihn nachzuahmen. Genauso sollten Sie das, was Ihr Baby von sich gibt, imitieren. Damit ermutigen Sie Ihr Baby zu weiteren Lauten und es lernt, dass Sprache ein wichtiges Mittel zur Kontaktaufnahme ist.

 

 

Körperliche Entwicklung

Ihr Baby wird immer pummeliger, aber auch kräftiger, denn seine Muskeln bilden sich aus. Vor allem die Hals-, Schulter- und Rückenmuskeln sind schon recht stark. Sein Gewicht betrögt in etwa 5 bis 6 kg, bei einer Größe von ca. 62 cm groß. Bei manchen Kindern entwickelt sich langsam ein gewisser Rhythmus mit klaren Wach- und Schlafzeiten.

 

Mit vier Monaten ist sein Magen schon so groß, dass die Abstände zwischen den Mahlzeiten größer geworden sein sollten. Stillkindern reichen meist sechs, Flaschenkindern oft schon vier Mahlzeiten.

Inzwischen gibt es auch Interessanteres als das Essen. Deshalb wird Ihr Baby leichter abgelenkt beim Füttern. Andere Personen, Gegenstände, Geräusche - alles zieht seine unmittelbare Aufmerksamkeit an. Das kann die Mahlzeiten schwierig machen. Um Frustrationen auf beiden Seiten zu vermeiden, verlegen kluge Mütter die Mahlzeiten in einen ruhigen Raum.

 

Stillen ist noch immer die beste Ernährung!

In den ersten sechs Monaten bekommt Ihr Baby noch alle wichtigen Nährstoffe aus der Muttermilch oder der Flaschennahrung. Trotzdem können die meisten Mütter es gar nicht abwarten, ihrem Kind die erste "feste" Nahrung zu geben, meist ein wenig pürierte Banane. Für die Verdauung Ihres Kindes und sein Schluckvermögen ist das kein Problem. 

 

Und wieder kontrolliert

Nun ist wieder an der Zeit für eine weitere Kontrolluntersuchung bei Ihren Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin. Dabei wird die Entwicklung Ihres Kindes, das Gewicht und der Gesundheitszustand beurteilt. Falls das Kind bei guter Gesundheit ist, werden weitere Schutzimpfungen vorgenommen. 

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht jedes Jahr einen aktuellen Impfkalender.

Über die empfohlenen Impfungen können Sie sich hier einen Überblick verschaffen.