Das Richtige für Zwischendurch

 

Nach einem ausgewogenen Mittagessen sind die Kinder nachmittags oft nicht richtig hungrig. Sie benötigen nur ein wenig Unterstützung, um die Leistungskurve anzuheben oder brauchen wieder ein bisschen Energie (Kalorien) und Nährstoffe nach dem Spielen und Herumtoben. Zudem haben feste Essens- und Zwischenmahlzeiten den Vorteil, dass die Kinder nicht aus Langeweile essen, sondern wissen, dass es sowieso bald eine Kleinigkeit gibt.

 

Wenn möglich sollte auch die Zwischenmahlzeit am Tisch eingenommen werden, denn das Kind kann dort zur Ruhe kommen und wird nicht vom Essen abgelenkt.

 

 

 

Videos zum gesunden Snackverhalten

In diesem Video erklärt der Kinder- und Jugendarzt Prof. Dr. Berthold Koletzko, welche Lebensmittelgruppen und -zubereitungen sich als Snacks eignen.
In diesem Teil erfahren Sie, wie mit Süßem und Nüssen als Snack umgegangen werden soll und was die perfekte Pausenbrotbox ausmacht.

Als Zwischenmahlzeiten sind zu empfehlen:

  • Gemüse (als Rohkost) oder Obst der Saison
  • Vollkornprodukte, z. B. Vollkornbrot mit magerem Käse, Wurst, vegetarischem Aufstrich
  • Müsli (keine gesüßten Kindermüslis) mit Milch oder Joghurt
  • Milchprodukte wie Milch, Buttermilch oder Quark
  • Naturjoghurt mit Obst (wenn es mal ein fertiger Fruchtjoghurt sein muss: achten Sie darauf, dass kein Zucker zugesetzt wurde bzw. auf einen möglichst geringen Zuckergehalt)
  • Nüsse (bei älteren Kindern, denn kleine Kinder können sich daran verschlucken)
  • Getränke wie Wasser, Kräutertees, Früchtetees oder stark verdünnte Fruchtsäfte (Saftschorlen).

 

Wenn Ihr Kind ab und zu Appetit auf ein paar Kekse, ein Rosinenbrötchen oder auch mal auf Kuchen hat, spricht nichts dagegen. Kekse und Co sollten allerdings nicht regelmäßig als Zwischenmahlzeit angeboten werden und nach Möglichkeit in Kombination mit einem Stück Obst.

 

Mehr zu gesunden Snacks und gesunden Pausenbroten

 

 

Naschen erlaubt - aber in Maßen

Generell sollten Sie Süßigkeiten natürlich weitestgehend vermeiden. Wie allseits bekannt, sind sie schlecht für die Zähne, machen dick und nicht lange satt. Die nächste Quengelei „Ich hab Hunger“ ist damit also schon vorprogrammiert. Es zeigt sich jedoch, dass der Weg Süßes komplett zu verbieten in den meisten Fällen auch nicht der richtige ist. Versuchen Sie deshalb, Süßes nicht zu verbieten, aber knapp zu halten und nicht als alleinigen Snack anzubieten.

 

Ihr Kind sollte deshalb von Anfang an daran gewöhnt werden, möglichst nicht täglich und wenn, nur einmal am Tag etwas zu naschen und das am besten gleich nach den Mahlzeiten. Das verdirbt zum einen nicht den Appetit auf die wertvollen Lebensmittel und Gerichte, zum anderen wirkt sich das günstiger auf eine angemessene Energiezufuhr aus. Darüber hinaus ist es schonender für die Zähne (Zähneputzen nicht vergessen!).
 
Zu den Naschwaren gehören:

 

  • Süßes aller Art

    • Bonbon
    • Fruchtgummis
    • Schokolade und Schokoriegel
    • Eis
    • Kuchen
    • Gebäck
    • Honig/Marmelade
    • Frühstücksflocken (z. B. Cornflakes, Smacks, etc.)

  • Knabberartikel wie

    • Chips
    • Erdnüsse
    • Kräcker etc.

  • Getränke

    • Limonaden
    • Eistees und Cola (für Kinder ungeeignet!)
    • Kakao/Kaba und andere Milchmischgetränke

 

 

Trotzdem: Kein Naschverbot

Ein Verbot für das Naschen ist nicht notwendig oder sinnvoll und auch nicht durchzuhalten. Besser ist es, den richtigen Umgang mit Süßigkeiten und das richtige Maß von klein auf zu erlernen.

 

Hilfreiche Tipps, die Ihnen und Ihren Kindern den Umgang mit der süßen Versuchung erleichtern können:

 

 

  • Bei großen Vorräten an Süßigkeiten und Knabberartikeln ist die Verführung zuzugreifen ebenso groß. Besser ist es, nur kleine Mengen vorrätig zu haben.
  • Naschereien sollten für Kinder nicht einfach zugängig sein, denn Süßigkeiten sind etwas Besonderes. Süßigkeiten sollten aber nicht in Schränken aufbewahrt werden, die die Kinder zu Kletterpartien verleiten und zu schlimmen Unfällen führen können. Stattdessen sollten die Kinder immer fragen müssen, wenn sie etwas naschen möchten.
  • Vereinbaren Sie mit ihrem Kind einen geeigneten Zeitpunkt zum Naschen: am besten einmal am Tag nach einer Mahlzeit. Auch Regelungen wie "Nachtisch nur am Wochenende" können sinnvoll sein.
  • Wie gerne bringt der Besuch Süßigkeiten mit! Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Regelung, wie z. B. eine Nasch-Kiste, die diese Leckereien aufbewahrt, bis genascht werden darf.
  • Bitten Sie Verwandte und Freunde zu besonderen Anlässen, wie Geburtstagen oder Feiertagen lieber alternative Kleinigkeiten statt Süßigkeiten mitzubringen.
  • Ein süßer Nachtisch, z. B. selbstgemachter Pudding, Fruchtquark, Obstsalat, Fruchtmilch, lässt den großen Hunger auf Süßes nicht so leicht aufkommen.
  • Süßstoffe sind keine Alternative, denn auch hier wird der Appetit auf Süßes gefördert.
  • Bieten Sie beim Fernsehen keine Knabbereien an! Zu unkontrolliert können hier die Mengen werden, die so nebenbei genascht werden und Sie trainieren Ihrem Kind so eine schlechte Gewohnheit an
  • ... und wenn nach dem Essen die Zähne geputzt werden, hilft dies, den Appetit auf Süßes zu verringern.

Was sind geeignete Nasch-Portionen?

Am Tag sollen höchstens 10 Prozent der benötigten Energie in Form von zucker- und fettreichen Lebensmitteln aufgenommen werden. Bei einem Kindergartenkind sind das in etwa 150 kcal.
Diese sind beispielsweise enthalten in: 5 Stückchen Schokolade oder 5 Butterkekse oder 1 TL Nougat-Creme oder 200 ml Limonade.

 

Ein guter Anhaltspunkt für die richtige Portion (gilt auch für Lebensmittel) ist das Handmaß. Das Maß ist individuell ausgerichtet, je nach Größe der Hand. Somit werden das Alter und das Geschlecht in etwa berücksichtigt. Daneben sind übliche Mengenangaben wie ein Glas, ein Stück ein Riegel etc. geeignete Maße.

 

 

So viel Zucker steckt in diesen Süßigkeiten:

  • 1 Tüte Gummibärchen - 65 Stück Würfelzucker
  • 1 Bonbon - 2 Stück Würfelzucker
  • 1 Kugel Fruchteis - 5 Stück Würfelzucker
  • 1 Kugel Milchspeiseeis - 3 Stück Würfelzucker
  • 1 Flasche Ketchup (800 g) - 80 Stück Würfelzucker
  • 125 g Kinderjoghurt - 7 Stück Würfelzucker
  • 125 g Kinderquark - 8 Stück Würfelzucker
  • 1 Schokokuss - 5 Stück Würfelzucker
  • 1 Packung gezuckertes Fertigmüsli/-flocken - 52 Stück Würfelzucker
  • 1 Kindermilchschnitte - 5 Stück Würfelzucker
  • 1 Tafel Schokolade - 18 Stück Würfelzucker
  • 1 Liter Cola, Limo, Eistee, Nektar - 35 bis 40 Stück Würfelzucker.

 

Ein Blick auf die Verpackung - gerade bei "Extra-Kinderlebensmittel" - lohnt sich!

Alternative Süßungsmöglichkeiten

Es gibt Produkte, besonders BIO-Produkte, die mit alternativen Süßungsmitteln hergestellt werden, wie z.B. Honig, Rohrzucker, Fruchtdicksäfte, Sirupe. Diese Süßungsmittel sind allerdings nicht gesünder als Zucker. Sie werden meist wegen ihres typischen Eigengeschmacks bevorzugt, liefern aber meist ebenso viel Energie.

 

Besser für die Zahngesundheit sind zwar Süßstoffe, allerdings ist ein sehr hoher Genuss gesundheitlich nicht unbedenklich. Studien belegen zudem, dass die Gewöhnung an den süßen Geschmack und der Appetit auf Süßes gefördert wird.

 

Als weitere Süßungsmittel finden Zuckeraustauschstoffe (etwa Sorbit oder Xylit) Verwendung, die ebenfalls zahnschonender sind als Zucker, in größeren Mengen aber abführend wirken und letztendlich auch dazu führen, den Appetit auf Süßes zu fördern.

 

Mehr zu den verschiedenen Süßungsmitteln

 

 

Diese Rubrik wurde mit freundlicher Unterstützung von Danone GmbH erstellt.