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Bildquelle: Philips AVENT

Körperpflege 

Bei der Körperpflege Ihres Babys müssen lauter neue Handgriffe gelernt werden. Sie sind zwar weniger zerbrechlich als man denkt, aber man sollte sie immer sanft und trotzdem sicher anfassen. In den ersten drei Monaten muss man vor allem das Köpfchen sorgfältig stützen. Der Umgang mit Ihrem Baby beim Wickeln, Waschen und Baden, Nägelschneiden oder Massieren ist eine wunderbare Möglichkeit zu einem intensiven Hautkontakt. Streicheln und Schmusen ist unverzichtbar für die seelische Entwicklung Ihres Kindes.

 

Sanfte Reinigung von Kopf bis Fuß gilt bei der Babypflege als das A & O. Gerade bei Badezusätzen, Shampoos und Cremes ist weniger oft mehr; denn zarte Babyhaut ist äußerst empfindlich, leicht reizbar und verträgt nicht dieselben Pflegeprodukte, die Sie für Ihre erwachsene Haut benutzen.Babyhaut ist beispielsweise viel trockener als erwachsene Haut, da die Talgdrüsen noch nicht richtig arbeiten. Sie ist noch nicht so elastisch, weil die Fasern der Lederhaut noch nicht ausgereift sind. Die Fettschicht ist noch relativ dünn, dadurch ist der Schutz vor Verletzungen und gegen Kälte geringer. Produkte mit rückfettenden Substanzen, natürlich seifenfrei und ohne Duft- oder Konservierungsstoffe und pH-neutral, gleichen dies aus. Auch auf den geeigneten Sonnenschutz für die zarte Babyhaut müssen Sie achten, denn ein Eigenschutz vor Sonne ist praktisch nicht vorhanden.

Haarewaschen ist nicht jeden Tag notwendig, aber tägliches Bürsten der Haare mit einer weichen Bürste hat Ihr Baby sicher sehr gern. Darüber hinaus beugt es auch Milchschorf vor.

Wickeln 

Wie oft Sie Ihrem Baby frische Windeln anlegen, hängt davon ab, wie oft es einnässt oder Stuhlgang hat. Die Windeln sollten generell immer gewechselt werden, sobald sie nass oder schmutzig sind, um Hautreizungen oder Infektionen vorzubeugen. Auch jeden Morgen gleich nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Zubettgehen sowie nach jedem Füttern sollte Ihr Kind regelmässig frische Windeln bekommen.

Durchschnittlich geht bei einem jungen Säugling jede halbe Stunde Feuchtigkeit in die Windel, so dass sie etwa 6 bis 8 Windeln pro Tag benötigen, in den ersten Wochen vielleicht sogar 10.

 

Das Windelwechseln und die Reinigung des Windelbereichs nimmt täglich eine Menge Zeit in Anspruch. Umso wichtiger ist es, dass Sie diese Zeit als Gelegenheit nutzen, Ihrem Baby nahe zu sein, mit ihm zu schmusen und zu spielen. Berühren Sie es, kitzeln Sie es sanft, singen Sie ihm etwas vor und halten Sie Augenkontakt. Am Wickeltisch sollte Spielzeug greifbar sein oder ein buntes Mobile von der Decke hängen.

 

Tipps zum Wickeln:

  • Übergibt sich Ihr Kind leicht nach dem Trinken, wickeln Sie es besser vorher.
  • Ihr Baby strampelt ohne Windeln viel mehr, vorausgesetzt es hat warm.
  • Viel Luftkontakt verhindert rasches Wundwerden.
  • Die Hüftgelenksentwicklung kann durch „breites Wickeln“ unterstützt werden.

 

Es gibt verschiedene Arten von Windeln. Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile – entscheiden Sie, mit welcher Form Sie am besten zurecht kommen. Bei Fragen und über verschiedene Wickelmethoden berät Sie Ihr Kinder- und Jugendarzt gern.

 

 

Nabelpflege

Nach dem Abtrennen der Nabelschnur vertrocknet diese und fällt meist zwei Wochen nach der Geburt ab. Die richtige Nabelpflege ist gerade am Anfang mit besonderer Sorgfalt durchzuführen. Das Badeverbot vor dem Abheilen hat sich allerdings als überflüssig erwiesen. Der Nabel darf also beim Waschen oder Baden kurzzeitig nass werden.

Wichtig ist hingegen, dass man sich vor jeder Nabelpflege gründlich die Hände wäscht, und den Nabel einmal täglich mit lauwarmem Wasser (am besten vorher abgekocht) reinigt. Dabei sollten Sie den Nabel nicht trocken reiben, sondern sanft abtupfen. Am besten geht das mit einer sauberen Mullwindel. Ob dazu Calendula-Tinktur, Alkohol oder sogar Muttermilch benutzt wird, ist eine individuelle Frage. Blutet die Nabelwunde ein wenig, ist das noch kein Grund zur Sorge. Wenn Sie aber eine deutliche Rötung, austretende Flüssigkeit, Eiter oder sonstige Zeichen einer Entzündung bemerken, fragen Sie Ihre Hebamme, Ihren Kinderarzt, Ihre Kinderärztin um Rat.

Achten Sie vor allem darauf, dass die Windel nach dem Wickeln unter dem Nabel anliegt, denn der Nabel soll nicht nur trocken bleiben, sondern auch keimfrei – bei Kontakt mit dem Urin kann es zu Infektionen kommen.

 

 

 

Baden

Beim Baden Ihres Babys geht es weniger um das Sauberwerden als vielmehr um die Entspannung im warmen Wasser, um den Haut-, Stimm- und Blickkontakt mit Ihnen.

 

Sollte Ihr Baby die ersten Male beim Baden noch viel schreien, dann halten Sie die Prozedur so kurz und so angenehm wie möglich. Nach kurzer Zeit haben Sie Ihre eigene Routine entwickelt und können diese wenigen Minuten auch für Ihr Baby angenehm gestalten. Bedenken Sie auch immer, dass ein tägliches Vollbad gar nicht nötig ist. Es reicht durchaus, wenn Sie Ihr Baby ein- bis dreimal in der Woche baden.

 

Baden ist entspannend und wirkt beruhigend. Deshalb ist es empfehlenswert, das Baby vor dem Schlafen legen zu baden. Gebadet werden sollte allerdings nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit oder wenn das Baby müde oder hungrig ist. Ein hungriges, ungeduldig schreiendes Baby wird das Baden als Tortur empfinden, ein sattes müdes Baby dagegen wird durch das Baden wieder munter und überdreht.

 

In der Zeit zwischen den Badetagen reicht es aus, Gesicht, Hände, Hals und Windelbereich mit dem Waschlappen zu waschen. Beim Füttern und Wickeln werden Gesicht und Windelbereich ja ohnehin regelmässig gereinigt. Und zu häufige Vollbäder trocknen die zarte, empfindliche Babyhaut mit ihrem sehr dünnen natürlichen Fettfilm leicht aus.

 

Falls der Nabelstumpf noch haftet oder der Nabel noch feucht ist, ist es wichtig, ihn nach dem Bad gut zu trocknen. Am besten geht dies mit dem Föhn. Wichtig dabei ist, die Wärme gut zu kontrollieren und den Föhn bei den Buben vor einem Urinstrahl zu schützen.

 

Bei Krankheit Ihres Kindes besprechen Sie sich unbedingt mit einer Fachperson, ob baden erlaubt ist und was zu beachten ist.

Beim Baden müssen Sie Ihr Baby immer sicher im Griff haben – speziell im öligen oder seifigen Wasser kann es leicht passieren, dass das Kind nach unten rutscht und mit dem Kopf unter Wasser gerät. Lassen Sie deshalb Badezusätze lieber weg. Die Haut wird so auch weniger ausgelaugt.

Lassen Sie Ihr Kind auch niemals – auch nicht für Sekunden - allein in der Babywanne oder dem Becken sitzen. Bis zum Alter von mindestens drei Jahren sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt baden!

 

Tipps zum Baden:

Denken Sie zuerst daran, alle zum Baden notwendigen Utensilien griffbereit zu haben. Länger als 6 bis 7 Minuten sollte Ihr Baby nicht in der Wanne sein. Säuglinge frieren schnell, daher sollte man das Kind in einem warmen Raum (mindestens 22°C Raumtemperatur, evtl. mit einem Heizstrahler oder einer Wärmelampe) und ohne Zugluft baden. 

 

Füllen Sie die Wanne mit genügend warmem Wasser. Die Temperatur können Sie gut mit Ihrem Ellenbogen testen. Das Wasser sollte sich dabei weder kalt noch heiß anfühlen. Ideal sind etwa 37°C, also Körpertemperatur. 

Wenn Sie nicht ganz auf Badezusätze oder Shampoos verzichten können, achten Sie auf milde, hypoallergene Produkte mit rückfettenden Eigenschaften und ohne Konservierungsstoffe.

Sie sollten nur spezielle Babypflegeprodukte kaufen und diese sparsam dosieren. 

 

Ziehen Sie Ihr Kind zunächst nur bis auf Windel und Hemdchen aus, damit es nicht friert, während Sie ihm das Gesicht mit einem Waschlappen und klarem Wasser waschen. Verwenden Sie bei Bedarf für die Reinigung von Nase und Ohren einen Wattebausch, den Sie selbst zur Spitze drehen. Wattestäbchen sind hier nicht zu empfehlen, denn sie verletzen leicht das Trommelfell oder die Nasenschleimhaut und zerstören die Härchen im Gehörgang.

Falls nötig, säubern Sie danach den Po und Windelbereich erst mit Wasser oder feuchten Reinigungstüchern, damit das Badewasser nicht verunreinigt wird. Entkleiden Sie Ihr Kind erst dann ganz.

 

Lassen Sie Ihr Baby dann langsam mit den Füssen voran in die Babywanne gleiten. Am sichersten ist es, wenn Sie mit Ihrem Arm unter dem Kopf des Kindes durchgreifen und es am Oberarm festhalten. So liegt es mit dem Hinterkopf auf Ihrem Unterarm und der Kopf kann sicher nicht untertauchen.

Dabei sollte Ihr Kind bis zu den Schultern im Wasser sein, damit es nicht friert. Wenn das Bäuchlein aus dem Wasser ragt, hält ein Frotteewaschlappen warm.

Mit der freien Hand können Sie Ihr Kind nun waschen. Dem Kind gefällt das Bad meist besser, wenn es mit den Füssen an der Badewannenwand anstossen kann, da es dadurch eine Begrenzung wie zuvor im Mutterleib spürt und sich dadurch sicherer fühlt.

 

Zuletzt wird der Kopfes gewaschen; gelegentlich können Sie dabei auch ein mildes Baby-Shampoo verwenden, vor allem wenn etwas Milchschorf vorhanden ist.

Nachdem die Haare gewaschen sind, sollten Sie das Kind möglichst schnell abtrocknen, denn über den nassen Kopf verliert es rasch viel Wärme. Trocknen Sie es besonders in den Hautfalten der Leistenbeuge und der Kniekehlen, auch am Hals und zwischen den Fingerchen sorgfältig ab. Aber bitte diese empfindlichen Stellen nicht zu sehr reiben, besser nur sanft trocken tupfen!

Wenn Ihr Baby sehr trockene Haut hat, können Sie es nach dem Bad noch mit Mandelöl oder Jojobaöl oder einer Babylotion pflegen. Babypuder, v.a. in Verbindung mit Creme oder Lotion,  ist nicht zu empfehlen, da es die Haut austrocknen und zu Reizungen führen kann.

Hautpflege und Sonnenschutz

Die Babyhaut ist empfindlich und kann schnell mit leichten, meist harmlosen Rötungen reagieren. Diese verschwinden in der Regel von selbst. Pflegeprodukte wie Öl, Lotion oder Crème sollten sparsam und nur bei trockener Haut angewendet werden.

Schützen Sie speziell im Winter das Gesicht mit einer fetthaltigen Salbe vor der Kälte. Besonders wichtig ist der Sonnenschutz für die Babyhaut. Vermeiden Sie im ersten Lebensjahr die direkte Sonnenbestrahlung des Kindes und schützen Sie es gut vor der Sonne.

 

Sonne ist lebenswichtig. Sie kurbelt den Kreislauf an, gibt gute Laune und fördert in unserem Körper die Bildung des Vitamin D, das Kalzium in unserer Nahrung verwertet und für den Knochenstoffwechsel wichtig ist.

Aber Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Besonders für Babys kann sie gefährlich sein, denn ihre Haut ist nur ein Zehntel so dick wie die von Erwachsenen. Sie hat noch keine sogenannte Lichtschwiele entwickelt und bildet nur ungenügend Pigmente, um sich vor UV-Strahlen zu schützen.

Experten warnen: Die Eigenschutzzeit (also die Zeit, in der sich die Haut selbst schützen kann, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln) von Kinderhaut beträgt nur 2 bis 7 Minuten, und nach 5 bis 10 Minuten kommt es je nach Alter schon zum Sonnenbrand. Ein Sonnenbrand ist bei Kindern gleich eine schwere Verbrennung, auf die sie sogar mit Fieber reagieren können.

Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das spätere Hautkrebsrisiko beträchtlich! Die Sonnenbestrahlung der ersten 15 Lebensjahre entspricht der Hälfte der gesamten Sonnenbestrahlung, die ein Mensch im Laufe seines Lebens erhält, weil Kinder sich mehr im Freien aufhalten und meist weniger bekleidet sind.

 

Die Wahl der richtigen Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist also sehr wichtig. Zusätzlich sollten Kinder unter drei Monaten auf keinen Fall der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, sondern immer nur im Schatten bzw. unter einem Sonnenschutz liegen. Auch hier hat die Sonne noch  40 Prozent ihrer Wirkung. Und viele Sonnenschirme lassen immer noch einen grossen Teil der UV-Strahlung durch.

Vorsicht mit Babyöl, denn es fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut. Nach dem Plantschen oder Baden muss ein Kind sofort abgetrocknet werden, denn Wassertropfen wirken wie ein Brennglas auf der Haut.

 

Zumindest der Kopf sollte durch einen Hut mit breiter Krempe oder eine Kappe mit lang heruntergezogenem Nackenschutz, der Oberkörper durch ein dünnes Hemd oder langärmeliges T-Shirt geschützt werden.

 

Reagiert Ihr Baby bei Sonnenschein mit Ausschlag, steckt nicht unbedingt eine Sonnenallergie dahinter, sondern oft auch Hitzepickel durch Hitzestau. Beim Schwitzen bilden sich winzige helle Bläschen oder rote Pünktchen. Am besten sorgen Sie mit weiter, luftdurchlässiger Baumwollkleidung vor. Ihr Baby sollte auf keine Fall zu warm angezogen sein. Achten Sie darauf, dass die Sonne nie direkt in den Kinderwagen scheint und fahren Sie möglichst nur im Schatten spazieren. Ein Kinderwagenschirm sorgt für Schatten, wenn das Verdeck heruntergeklappt ist.

 

Auch die Augen brauchen Sonnenschutz. Kinder haben sehr empfindliche Augen, und helle Augen reagieren auf UV-Strahlen noch stärker als dunkle. Im Handel gibt es Sonnenbrillen schon für Kleinkinder. Wählen Sie eine, welche die schädlichen Strahlen optimal filtert und gut sitzt. Die Glasfarbe hat dabei keinen Einfluss auf den Strahlenschutz, dunkle Gläser sind lediglich angenehmer bei greller Sonne

 

 

Nägel

In den ersten Lebenswochen können die Nägel mit einer Crème eingefettet. Sobald sie nicht mehr von selbst abbrechen und nicht mehr ganz so zart und weich sind, werden sie mit einer abgerundeten Babynagelschere gerade geschnitten.

Die Fußnägel wachsen sehr sehr langsam und müssen lange nicht geschnitten werden.

Wählen Sie zum Nägelschneiden einen ruhigen Zeitpunkt, z. B. während Ihr Baby schläft oder nach einer Mahlzeit. Lenken Sie es durch Singen oder mit Zählreimen ab.

 

 

 

Babymassage

Babymassage fördert die Beziehung von Mutter, Vater und Kind und unterstützt das Wohlbefinden des Kindes. Sie kann ab der sechsten Lebenswoche angewendet werden.

Mit der klassischen Babymassage können Sie Ihr Baby beruhigen, seine Entwicklung fördern und einigen Beschwerden erfolgreich entgegenwirken.

 

Idealer Zeitpunkt für die Babymassage ist der Abend, sie kann aber auch zu anderen Tageszeiten - wenn möglich regelmäßig - eingeplant werden. 

Die Babymassage dauert 10 bis 20 Minuten lang. Die Dauer hängt stark von der Begeisterung des Kindes ab. Wenn Ihr Kind ungeduldig wird, kürzen Sie die Massage ab. Ältere Säuglinge, die in der Lage sind, sich selbst wegzudrehen oder davon zu krabbeln, beenden die Massage meist dann, wenn sie keine Lust mehr haben.

Die Massage sollte nie mit vollem Bauch durchgeführt werden. Im Anschluß an die Massage können ältere Säuglinge auch gebadet werden, für jüngere Säuglinge ist dies noch zu anstrengend.

 

Wichtig ist, dass der Nabel gut verheilt ist, bevor mit der Babymassage begonnen wird. Die Massage findet am einfachsten auf einem bequemen Teppich oder auf einer Krabbeldecke statt. Verwenden Sie dazu am besten ein Öl, das pflegend wirkt.

 

  • Massage des Kopfes
    Die Kopfhaut wird mit den Fingerspitzen in kreisenden Bewegungen und mit sanftem Druck massiert. 
    Reiben Sie die Stirn mehrmals von der Mitte zu den Schläfen mit den Daumen beider Hände aus.
    Massieren Sie mehrmals mit Zeige- und Mittelfinger beider Hände beidseits entlang der Nasenwurzel über die Wangenknochen zu den Ohren.

    Diese Massage ist besonders angenehm bei Erkältungen, da das Ablaufen von angestautem Schleim hierdurch gefördert wird.
    Streichen Sie dann mehrmals mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger beider Hände von dem Bereich hinter den Ohrläppchen am Hals entlang zum Schlüsselbein. Dies wirkt sich positiv auf die Arbeit des Lymphsystems aus.

  • Massage von Brust, Armen und Bauch
    Massieren Sie mit beiden Händen vom Brustbein seitwärts zu den Schultern.
    Legen Sie die rechte Hand links auf die Hüfte des Kindes und streichen Sie von der Hüfte über die Brust zur rechten Schulter des Kindes. Anschließend streichen Sie mit Ihrer linken Hand von der Hüfte rechts über die Brust zur linken Schulter des Babys. Beide Hände reiben im rhythmischen Wechsel weiter.
    Fassen Sie Ihr Kind mit einer Hand am rechten Handgelenk, mit der anderen am Schultergelenk und massieren Sie mehrmals mit beiden Händen abwechselnd den Arm vom Schultergelenk zum Handgelenk bis zu den Fingern.
    Massieren Sie auf die gleiche Weise den linken Arm Ihres Kindes.
    Reiben Sie den Bauch des Babys um den Bauchnabel herum im Uhrzeigersinn.
    Streichen Sie den Bauch des Babys mit beiden Handflächen im Wechsel vom Nabel nach unten aus. Dies hilft bei Blähungen.

  • Massage der Beine und Füße
    Fassen Sie ein Bein des Kindes am Fußgelenk und umgreifen Sie das Bein mit der anderen
    Hand im Hüftgelenk. Massieren Sie das Bein dann vom Hüftgelenk zur Ferse in leichten
    Drehbewegungen Ihrer Hand.
    Streichen Sie nun den Fuß des Kindes von der Ferse zu den Zehen hin mehrmals aus.
    Massieren Sie die Fußinnenkante von der Ferse zur großen Fußzehe in kreisenden Bewegungen.
    Streichen Sie die Zehen zur Zehenspitze zwischen Ihren Fingern aus.


  • Rückenmassage
    Legen Sie Ihre Handflächen beiderseits der Wirbelsäule im Nacken auf den Rücken Ihres Kindes und verschieben Sie die Hände gegeneinander, wobei Sie langsam mit den Händen zum Po massieren.
    Massieren Sie mit den Fingerspitzen beiderseits der Wirbelsäule in kreisenden Bewegungen den Rücken des Babys von den Schultern zum Po.
    Streichen Sie mit sanftem Druck der Fingerspitzen beider Hände entlang der Wirbelsäule von der Schulter des Babys zu seinem Po.
    Reiben Sie nun noch drei Mal mit der ganzen Hand mit abgespreiztem Daumen vom Nacken zu den Fersen, wobei Sie die Füße des Kindes mit der anderen Hand festhalten und die Beine strecken.

Solange Sie Ihr Kind beobachten und auf siene Signale und Reaktionen achten, kann nichts falsch gemacht werden.

 

 

 

Schlaf

Neugeborene schlafen viel, im Durchschnitt zwischen 12 und 18 Stunden über Tag und Nacht verteilt. Der Schlafbedarf Ihres Kindes ist in hohem Maße biologisch vorgegeben. Das Erwerben eines regelmäßigen Schlaf-, Wachrhythmus ist ein allmählicher Reifungs- und Lernprozess. Bis Ihr Kind eine Nahctpause von sechs bis acht Stunden macht, können Wochen oder sogar Monate vergehen.

Hilfreich ist es, sowohl die Mahlzeiten, als auch die Schlafenszeiten und andere Aktivitäten so bald wie möglich regelmäßig, verbunden mit gewissen Ritualen, gestalten.

 

Tipps zum sicheren Babyschlaf finden Sie hier.

 

 

Zähne

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt schon in der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche. In dem winzigen, noch unterentwickelten Kiefer bilden sich Zahnleisten, aus denen die Keimanlagen für die 20 Milchzähne entstehen. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat verhärten sich die Zahnknospen langsam zur Zahnsubstanz.

 

Ab dem dritten Lebensmonat schieben die Zahnwurzeln die Zahnkronen schubweise durch den sich öffnenden Knochen und pressen sie schließlich nach vier bis sechs Monaten durch die Schleimhaut.

Meistens brechen zuerst die unteren Schneidezähne, dann die oberen Schneidezähne und nach und nach die Backen- und Eckzähne durch. Mit Beginn des dritten Lebensjahres hat Ihr Kind im allgemeinen das vollständige, aus 20 Zähnen bestehende Milchgebiss.

 

Stillen fördert die gesunde Gebissentwicklung und Kieferausbildung des Babys. Das Saugen an der Brust beansprucht die Mund- und Kiefermuskeln etwa 60mal stärker als das Trinken aus der Flasche. Sie sollten nicht gleich abstillen, wenn sich die ersten Zähnchen zeigen. Viele Mütter haben Angst, dass ihr Baby sie beißt. Aber mit den unteren Schneidezähnen kann das Baby ohnehin nicht beißen, weil seine Zunge darüberliegt und der Gegenbiss fehlt.

 

Der Zahndurchbruch kann ganz unauffällig passieren. Aber oft ist er mit Schmerzen, manchmal sogar Fieber und anderen Krankheitssymptomen verbunden.

 

Der Druchbruch des ersten Zahns ist zugleich der Startschuss für eine regemäßige Zahnreinigung - zunächst einmal am Tag mit einer weichen Milchzahbürste. spätestens nach dem Erscheinen der Backenzähne (mit ca. 2 Jahren) ist das Zähneputzen zweimal täglich notwendig.

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