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Babypflege von Kopf bis Fuß


Quelle: Nestlé Nutrition GmbH

Quelle: Nestlé Nutrition GmbH

In den ersten Lebensmonaten ist die Haut das wichtigste Sinnesorgan Ihres Kindes. Darum freut es sich sehr über Streicheleinheiten und Schmusen. Andererseits ist die Haut aber auch noch äußerst empfindlich. Deshalb braucht sie besondere Fürsorge und Pflege.

 

Nur das Beste für Babys Haut 

Zwar erscheint die Haut eines Babys zart und rosig. Doch das liegt daran, dass sie nicht voll entwickelt ist. So ist Babyhaut beispielsweise viel trockener als Erwachsenenhaut. Denn die Talgdrüsen arbeiten noch nicht richtig und die Schweißdrüsen reagieren deutlich langsamer. Zudem haben Neugeborene im Verhältnis zum Körpergewicht eine etwa dreimal so große Hautoberfläche wie ein Erwachsener. Und über diese große Hautfläche nimmt ein Kind vergleichweise viele Stoffe auf - gute wie schlechte.

Darum ist es wichtig, dass die Hauptpflegeprodukte für die Kleinsten natürlich und schadstoffarm sind. Zusätzlich sollten sie die Barrierefunktion der Haut unterstützen und ihr möglichst keine Feuchtigkeit entziehen. Natürliche Inhaltsstoffe haben sich dabei bewährt. Besonders Öle, die aus Kamille, Ringelblume, Lindenblüte oder Rosmarin gewonnen werden, bieten einen optimalen Schutz. Ihr hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren bewirkt, dass die Babyhaut weich und elastisch wird.

 

Das ist vor allem für eine Partie wichtig: den Po. Denn die Haut im Windelbereich wird besonders stark beansprucht. Auch bei der sorgfältigsten Pflege kann der Po mal wund werden. Dann muss das Baby öfter neu gewickelt werden. Viel frische Luft hilft bei der Heilung. Zudem sollte der Windelbereich mit Pflege-Ölen oder Lotionen gereinigt werden. Eine Wundschutz-Creme unterstützt den Heilungsprozess.

 

 

Baden ist Entspannung pur

Abgesehen vom Windelbereich macht sich Ihr Kleines in der Regel noch nicht schmutzig. Daher geht es bei einem Bad weniger um das Sauberwerden als um die Entspannung. Viele Kinder genießen es sehr, im warmen Wasser zu plantschen. Da ein Bad beruhigend wirkt, ist die Zeit vor dem zu Bett gehen ideal für einen Wannenbesuch.

 

Auch hier ist die Auswahl der richtigen Badepflege wichtig. Experten empfehlen, dass Shampoos und Badezusätze mild und ph-neutral sein sollten. Sie verbinden sanfte Reinigung mit intensiver Rückfettung. So sorgen sie dafür, dass die empfindliche Babyhaut nicht austrocknet.

 

Nach dem Bad sollte ein Baby nicht trocken gerubbelt werden. Denn das reizt die sensible Haut. Tupfen Sie Ihr Kind besser trocken. Am Ende des Badespaßes kann das pflegende Einreiben mit einer Lotion stehen.

 

Solange der Nabel noch nicht verheilt ist, sollten Sie Ihr Baby lieber waschen als baden. Bei einem Säugling reicht in den meisten Fällen die kleine Katzenwäsche aus. Dabei werden Gesicht, Hände, Hals und Windelbereich mit warmem Wasser und einem Waschlappen mit milder Waschlotion gereinigt. Die Augen sollten mit einem frischen Waschlappen von außen nach innen gewischt werden. Die Ohren reinigen sich übrigens von selbst. Deshalb ist es nicht nötig, mit einem Wattestäbchen darin herumzustochern. Und auch die Nase braucht keine Extrareinigung.

 

 

Pflege für die ersten Haare

Wenn der Haarwuchs Ihres Babys noch nicht stark ist, reicht es, den Kopf alle 14 Tage zu waschen. Sollten die Haare allerdings schon etwas dichter sprießen, können sie ruhig öfter mal gewaschen werden.

Gehen Sie bei den ersten Haarwäschen ganz behutsam vor, um Ihr Kind langsam daran zu gewöhnen. Lassen Sie zunächst etwas Wasser über den Rücken und den Kopf laufen. Achten Sie dabei darauf, dass kein Wasser in Augen und Ohren kommt. Halten Sie den Kopf Ihres Kindes leicht nach hinten geneigt und befeuchten Sie ihn. Massieren Sie dann ganz sanft ein mildes Babyshampoo ein. Waschen Sie es auf die gleiche Art auch wieder aus, wie Sie die Haare angefeuchtet haben. Anschließend sollte der Kopf noch nicht gefönt werden, da Haare und Kopfhaut noch sehr empfindlich sind. Tupfen Sie ihn einfach vorsichtig ab.

 

 

Gut geschützt bei Sonne und Wind

Die Haut eines Kindes bildet noch nicht genügend Pigmente, um sich vor Sonnenstrahlen zu schützen. So beträgt die Eigenschutzzeit von Kinderhaut nur 2 bis maximal 7 Minuten. Bei hohen Temperaturen sollte ein Kleinkind deshalb auch draußen immer ein Hemdchen tragen. Ein Käppchen schützt das Gesicht und die Ohren.

 

Allerdings bietet die Kleidung alleine keinen ausreichenden Schutz. Zusätzlich sollte ein Kind deshalb mit Sonnenmilch eingecremt werden. Achten Sie dabei auf einen hohen Lichtschutzfaktor. Tragen Sie die Sonnemilch bereits 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auf, damit sie ihre volle Wirkung entfalten kann. Im Schatten muss ein Kind übrigens ebenfalls vor Sonnenstrahlen geschützt werden.

 

Auch im Herbst und Winter braucht die sensible Babyhaut eine besondere Pflege. Eine fetthaltige Creme schützt das Gesicht und die Hände vor der Kälte und beugt einem witterungsbedingten Austrocknen vor.

Gepflegte Nägel

In den ersten Lebenswochen müssen die kleinen Nägel noch nicht geschnitten werden. Dann reicht das Einfetten mit einer Creme. Oft brechen die weichen Nägel so ganz von alleine ab. Wenn Sie aber merken, dass die Finger- und Fußnägel fester werden und anfangen zu kratzen, sollten sie gekürzt werden.

 

Viele Mütter fürchten sich vor dem Nägelschneiden. Denn sie haben Angst, dass ihnen die Schere abrutschen könnte und so das Kind verletzt wird. Wählen Sie deshalb zum Nägelschneiden einen ruhigen Moment, vielleicht wenn Ihr Baby schläft oder nach einer Mahlzeit. Mit singen oder Abzählreimen können Sie es ablenken. Benutzen Sie am Besten eine abgerundete Babynagelschere und schneiden Sie die Nägel möglichst gerade ab.

 

 

Eine Massage tut gut

Ein Baby reagiert intensiv auf jede Art von Berührungen. Daher fördern Sie mit einer sanften Babymassage das Wohlbefinden Ihres Kindes auf eine ganz besondere Weise. Nehmen Sie sich dafür Zeit, um sich auf Ihr Kind einzulassen und sich mit ihm zusammen zu entspannen:

  • Arme und Beine
    Zwei wohltuende Massageübungen für Arme und Beine sind das sogenannte "Melken" und "Wringen". Beim "Melken" legen Sie die Hände nacheinander wie ein Ring um Arm bzw. Bein Ihres Kindes und streicheln vorsichtig von der Schulter zum Handgelenk bzw. von der Hüfte zum Fußgelenk. Oder Sie "wringen": Dabei arbeiten Ihre Hände gegeneinander und werden sanft gleitend von der Schulter zum Handgelenk bzw. von der Hüfte zum Fußgelenk zurück bewegt.
  • Hände und Füße
    Jede Zehe und jedes Fingerchen kann einzeln sachte massiert werden. Streichen Sie danach mit Ihrer Handinnenfläche zart über die Fußsohle bzw. die Handinnenfläche Ihres Kindes.
  • Brust und Rücken
    Legen Sie zunächst die Hände flach auf Babys Brust oder Rücken. Beginnen Sie dann ganz sanft damit, die Brust "wie die Seiten eines Buches" zu glätten. Gehen Sie dabei vom Brustbein aus langsam zu den Seiten hin. Beim Rücken gehen die Handbewegungen vom Nacken zum Po und wieder zurück.
  • Bäuchlein
    Auch für den Bauch gibt es spezielle Übungen wie das "Wasserrad schaufeln". Dabei wird mit einer Hand nach der anderen vom unteren Rippenbogen bis hinunter zu den Leisten "geschaufelt". Bewegen Sie Ihre Hände sanft wie Paddel. Bei der so genannten "Nudelrolle" umfasst eine Hand von Ihnen die Füße Ihres Babys, damit diese nach oben gestreckt sind. Das entspannt die Bauchdecke. Rollen Sie dann mit Ihrem freien Unterarm hin und her. Gehen Sie dabei langsam vom Bauchnabel in Richtung Leiste bis zu den Knien.

 

Mehr noch: Mit einer Bauchmassage können Sie Ihrem Baby bei Verdauungsprobleme oder Blähungen Linderung verschaffen. Durch eine sanfte Massage lösen sich nämlich Pupse leichter. Es reicht meist schon, den Bauch leicht im Uhrzeigersinn zu massieren. Dabei sollten Ihre Handflächen angenehm warm sein. Ein paar Tropfen Pflege-Öl wärmen und unterstützen den Massageeffekt. Bewährt hat sich auch, das Baby in Bauchlage herumzutragen und den Bauch dabei leicht zu massieren.

 

 

Tipps zur Babypflege:

  • Hilfe für den wunden Po:
    Lassen Sie viel Luft an den Po und wickeln Sie Ihr Kind häufiger. Reinigen Sie dabei den Po ganz behutsam mit einer Pflege-Lotion.
  • Tipps zum Baden:
    Legen Sie sich die Badeutensilien griffbereit zurecht. Die Zimmertemperatur sollte mindestens 22 Grad betragen, bei der Wassertemperatur sind 37 Grad ideal. Falls nötig, reinigen Sie vor dem Bad den Windelbereich Ihres Kindes, damit das Wasser nicht schmutzig wird. Halten Sie Ihr Kind während des Badens fest. Am sichersten ist es, wenn Sie Ihr Kind auf den Rücken legen und mit dem Unterarm seinen Nacken stützen, während Sie mit der Hand den Oberarm festhalten. Benutzen Sie zum Waschen Pflegeprodukte, die auf die speziellen Anforderungen von sensibler Babyhaut abgestimmt sind.
  • Cremen und Pflegen:
    Babys benötigen eine Körperpflege, die ganz auf ihre zarte Haut abgestimmt ist. Daher sollte man für die zarteste Haut der Welt nur ausgewählte pflanzliche Wirkstoffe verwenden. Rein pflanzliche Öle verbessern die Barrierefunktion der trockenen Haut und spenden ihr Feuchtigkeit. Sie dringen in die Haut ein und lassen sie atmen. Sanfte Wirkstoffe machen die Haut wunderbar weich und schützen vor schädlichen Umwelteinflüssen.
  • Sonnschutz:
    Tragen Sie eine Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor mindestens 20 Minuten vor dem Gang ins Freie auf. Cremen Sie in regelmäßigen Abständen nach. Allerdings verlängert sich dadurch nicht die Dauer, die pro Tag in der Sonne verbracht werden kann. Die Mittagssonne sollte vermieden werden.
  • Babymassage:
    Massieren Sie Ihr Kind nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit. Nehmen Sie sich Zeit, um sich gemeinsam mit dem Kind entspannen zu können. Beobachten Sie Ihr Kind während der Massage und hören Sie auf, wenn es unruhig wird. Bei Blähungen verschafft eine sanfte Bauchmassage oftmals Linderung.